Für mehr Milchschaumgeknister

Die letzten Wochen waren voll, ja.
Die letzten Wochen waren streckenweise auch anstrengend, ja.
In den letzten Wochen fühlte ich mich ab und an gehetzt, ja.
In den letzten Wochen dachte ich, die zu erledigenden Dinge türmen sich zu hoch auf, ja.

Aber die letzten Wochen hatten auch viele schöne Momente.
Mit meiner Familie.
Mit meiner Musik.
Mit Büchern.
Mit Freunden.
Mit meiner Klasse.
Mit meinen Kolleginnen.
Ich hatte genug Lächelmomente, ja!

Und dann sitze ich da am Samstag Morgen mit meinem Kaffee.
Ganz allein.
Nur der Kaffee, das Draußendunkel, der Nebel und ich.
Stille.
Stille, in der ich den Milchschaum knistern höre.
Stille, die ummantelnd und zunächst ohrenbetäubend um mich wabert.
Stille.
Stille, deren Wahrnehmung mir aufzeigt, dass es die letzten Wochen ziemlich laut um mich war.
Stille, die sich langsam freundlich ausbreitet und mich sein lässt.
Mehr nicht: In der Stille sein.

Diese Kaffeetasse voll Stille, die ich so sehr bewusst wahrnehme, zeigt mir, dass diese Sache mit der Achtsamkeit schon seinen sinnvollen Grund hat.
Vielleicht komme ich mit diesen Gedanken einen Schritt näher auf dem Weg, die kleine Stille im Alltag wahrzunehmen, damit ich im Laut nicht vergesse, wie schön Stille ist.

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