Dem Kind einen Namen geben

Hat man den Entschluss gefasst, einen Blog anzulegen und zu füllen, hat man gleich die erste Hürde zu bewältigen: Wie soll das Kind heißen?
Der Name soll ein Fensterchen zum Inhalt öffnen, neugierig machen, nicht abschrecken, nicht zu lang sein, nicht zu platt, nicht zu niedlich… puh.
Also holte ich Blatt und Stift und schrieb darauf los. Ungeordnet flossen Worte aufs Papier. Einige wurden fast sofort wieder verworfen – alle die, die zu sehr auf Schule oder auf Mama-Sein abzielen. Denn ich bin nicht nur Mutter und Lehrerin, ich bin ja auch ich.
Eine Richtung kristallisierte sich heraus, in die es gehen könnte. Erste Namen fielen mir ein. Ich bemühte Google und wurde enttäuscht. Natürlich gab es die alle schon. Wer im Jahre 2017 mit dem Bloggen beginnen möchte, der sollte nicht erwarten, dass er da etwas vollkommen innovatives erschafft.
Nun kam mir der Vorsatz zugute, den Blog erst später anzulegen. Ein paar Nächte darüber schlafen, sacken lassen, neue Wörter ins Feld werfen….

Ich äußerte den Namensgedanken bei Twitter und mir wurden jede Menge Ideen geliefert. Ich freute mich sehr über die ganzen charlotte-coffeefee-schlafschaf-schnurpsel-Gedanken von @die Nail oder @der_emils „schafskaffee“ oder „roestgedanken“.
Aber vielleicht werden die Schlafschafe ja irgendwann flügge und wollen dann nicht mehr im Blognamen stehen.
@Schaumhoernchen, deine „vertraulichen Schneeflocken“ fand ich ganz entzückend!
Ich kennt das, das wirkliche tschakka-Gefühl stellte sich noch nicht ein.
Also wieder darüber schlafen und sacken lassen und sich ermahnen, dass man ja nichts überstürzen wollte. Sich selbst ein wenig bremsen, um sich nicht zu enttäuschen.

Dann plumpste dieses Wort in meinen Kopf, woher es kam weiß ich nicht. Es setzte sich fest und nahm mehr und mehr Gestalt an.

Die Gedönserei sollte es werden.

Der Duden sagt zu dem Wort Gedöns:
für den alltäglichen Gebrauch nicht unbedingt notwendige und deshalb als überflüssig erachtete Gegenstände

Ein Blog ist nicht notwendig. die meisten Menschen erachten dieses Geschreibsel im Internet als überflüssig. Und doch ist dieses Geschreibsel – wie Gedöns halt – schön und ganz ohne ist es eben auch blöd.

Hier soll es um das Gedöns in meinem Kopf gehen.
Welches Gedöns eher unbeachtet auf den Dachboden kommt, welches in der Vitrine steht und welches auf dem Esszimmertisch herumliegt und schnell greifbar ist – das wird sich zeigen und macht mich neugierig.

In diesem Sinne starte ich nun mal in die Gedönserei.

P.S. Lieber Emil, ich bin gespannt, was du mit dem Schafskaffee machst.

2 Gedanken zu „Dem Kind einen Namen geben“

  1. Der Schafskaffee ruht. Ich habe KEINE Ahnung, was damit geschehen wird.

    (Etwas ganz ähnliches hatte ich mit einem anderen Blog gemacht. Der erhält jetzt seine ersten Inhalte … Neehein, ich verrate nicht, wie der heißt 😉 )

    1. Der Schafskaffee wird auch noch seine Bestimmung finden.
      Und auf den anderen Blog bin ich gespannt, irgendwann wirst du es uns ja vielleicht verraten.

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